Sieben Tipps für Ihr E-Mail-Marketing

Newsletter sind für Unternehmen ein probates Mittel, um Informationen und Angebote unkompliziert und nahezu kostenlos zu verbreiten. Neun von zehn Marketern nutzen E-Mail-Marketing – aus der Masse herauszustechen ist damit also schwer. Diese Tipps verhelfen Ihrem Unternehmen zum Newsletter-Erfolg.

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Günstig, einfach und flexibel: E-Mail-Marketing hat für Unternehmen zahlreiche Vorteile und gilt nach wie vor als beliebtes Marketing-Tool – ein zu beliebtes. Konsumentinnen und Konsumenten werden häufig von einer Newsletter-Welle überschwemmt, deren Sog sie nur zur einer Handlung treibt: Löschen. 2019 lag die Öffnungsrate von Marketing- und Werbe-E-Mails lediglich bei 35,5 Prozent. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, die Beliebtheit und damit auch die Öffnungs – und Klickraten Ihrer Newsletter zu erhöhen.

1. Im Betreff teasern

Der Betreff ist Ihre Eintrittskarte in das Aufmerksamkeitszentrum Ihrer Kontakte. Ein guter Betreff ist wie der Titel eines guten Artikels aufgebaut: Er gibt einen ersten Einblick in das Thema und macht neugierig auf mehr – und das am besten in weniger als 60 Zeichen. Bei Adressen mit Yahoo- oder Hotmail-Account bleiben Ihnen sogar nur 45 Zeichen, bevor der Betreff abgeschnitten wird. Deshalb sollten Sie den Text möglich kurz halten und die wichtigsten Informationen gleich an den Anfang der Betreffzeile stellen.

Auf zu werbliche Formulierungen wie „gratis“ oder „umsonst“ sollten Sie unbedingt verzichten, da Ihre E-Mail damit schnell im Spam-Ordner landet. Setzen Sie stattdessen auf eine persönliche und auffällige Formulierung.

2. E-Mail personalisieren

Personalisierte E-Mails werden deutlich öfter geöffnet – um 50 Prozent öfter, um genau zu sein. Es lohnt sich damit in jedem Fall, etwas mehr Zeit in die Gestaltung der Begrüßung und Betreffzeile zu investieren. Idealerweise geht die Personalisierung der E-Mail so weit, dass der individuelle Name des Empfängers oder der Empfängerin integriert wird. Die meisten E-Mail-Marketing-Tools bieten dafür automatisierte Einstellungen an, die das Personalisieren vereinfachen. Voraussetzung dafür ist aber eine Versandliste, die Vor- und Nachname eines jeden Kontakts beinhaltet.

Wenn die Versandliste unvollständig ist, können Sie auf verschiedene Personas und Themengebiete ausweichen. Ein Facility Manager sollte beispielsweise anders angesprochen werden als eine Geschäftsführerin. Erstellen Sie unterschiedliche Ansprachen zu den jeweiligen Zielgruppen oder Themen und personalisieren Sie die Ansprache dort.

3. Relevante Inhalte verbreiten

So prägnant wie der Betreff sein muss, sollte es auch der Inhalt des Newsletters sein. Zeilenlanges Geschwurbel und werbliche Formulierungen über Absätze hinweg, verschrecken Ihre Empfängerinnen und Empfänger, anstatt sie zum Lesen oder Kauf anzuregen. Als Faustregel gilt: 90 Prozent des Newsletters sollten nutzwertiger Inhalt sein, zehn Prozent dürfen als Werbung für das eigene Unternehmen genutzt werden.

Ein Newsletter muss auch nicht alle Informationen zum Unternehmen beinhalten, sondern kann vielmehr als Anreiz dienen, mehr zu erfahren. Mit Links zu Blogartikeln oder Artikeln können die Empfänger:innen dann auf die eigene Webseite gelockt werden. Aber: Die durchschnittliche Klickrate liegt in Europa nur bei 1,3 Prozent. Um Ihre Kontakte dazu zu motivieren, den Verlinkungen zu folgen, sollten sie einige CTAs (Call to Action) einfügen. Mit diesen Handlungsaufforderungen können Sie die Klickrate Ihres Newsletters deutlich verbessern.

4. Endgerät beachten

Während im B2B-Marketing die Mehrheit der Empfänger:innen E-Mails am Computer öffnet, überprüfen im B2C-Bereich 55,7 Prozent ihr Postfach am Smartphone, wie die Marketing-Plattform Inxmail in einer Studie zeigte.

Achten Sie beim Design Ihres Newsletters deshalb darauf, dass die Darstellung sowohl auf mobilen Endgeräten als auch in der Desktop-Ansicht optimiert wird. Die meisten Newsletter-Marketing-Tools berücksichtigen das automatisch, eine manuelle Überprüfung lohnt sich aber.

5. Newsletter sicher gestalten

So schnell die Marketing-E-Mail erstellt ist, so schnell kann sie auch teuer werden: Bis zu 37.000 Euro kann es kosten, wenn Sie unadressierte Direktwerbung an einen Kontakt aus der ECG-Liste, auch elektronische Robinsonliste genannt, senden. Um sich davor zu schützen, können Sie Ihre Versandlisten regelmäßig bereinigen.

Newsletter sind außerdem nicht von der Impressum-Pflicht ausgenommen. Bis zu 20.000 Euro kann es ein Unternehmen kosten, wenn die Impressums- oder Offenlegungspflicht verletzt wird und bis zu 3.000 Euro Strafe fallen bei einem Verstoß gegen die Kennzeichnungspflicht von (Direkt-)Werbung an.

6. Zum richtigen Zeitpunkt versenden

Wie oft eine E-Mail geöffnet wird, hängt neben dem Betreff auch vom Zeitpunkt des Absendens ab. Um herauszufinden, wann Newsletter am ehesten geöffnet werden, hat Inxmail 2019 170.000 E-Mails der DACH-Region analysiert. Das Ergebnis zeigte, dass vor allem B2B-Marketer ihre Strategie ändern sollten. Nur wenige B2B-Unternehmen versenden E-Mails am Wochende, doch die, die es tun, erzielen damit eine 2,3 Prozent höhere Öffnungsrate. Im B2C-Bereich sind die Tage Montag, Dienstag und Samstag besonders gut für Marketing-Mails geeignet.

Neben dem Wochentag, ist die Uhrzeit des Versendes ist entscheidend: Während die B2B-Nachteulen Newsletter vor allem zwischen 0 und 3 Uhr öffnen, ist die beste Zeit für B2C-E-Mails zwischen 12 und 15 Uhr. Und auch die Jahreszeit hat einen Einfluss auf die Öffnungsrate: In der Zeit vor Fasching, Pfingsten und Weihnachten sind Konsumentinnen und Konsumenten besonders empfänglich für Werbung per E-Mail.

7. Regelmäßig analyiseren und optimieren

Mit dem Absenden des Newsletters ist es aber nicht getan, dann beginnt das Monitoring. Wie sieht es mit der Öffnungsrate der E-Mail aus und wie hoch ist die Klickrate? Durch die regelmäßige Analyse der Newsletter-Kennzahlen können Sie erkennen, welche Inhalte bei Ihrer Zielgruppe besonders gut ankommen und zukünftige E-Mails daran anpassen, damit Sie mit Ihrem E-Mail-Marketing maximalen Erfolg erzielen.